Monday Markets Mail #KW 48

am 23. November 2020

Wiederholt sich die Finanzmarktgeschichte der "Nifty Fifty"-Aktien?

© Adobe Stocks
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Kathrein-Statement
In den späten 60er- und frühen 70er-Jahren wurde ein Boom von rund fünfzig Growth-Aktien durch Sorgen wegen einer zu hohen Schuldenlast der USA als Folge des Vietnamkrieges ausgelöst. Man nannte sie „Nifty Fifty“ („nifty“ heißt übersetzt so viel wie raffiniert). Nachdem 1971/72 das Bretton-Woods-System zusammenbrach und kurz darauf auch die erste Ölkrise entstand, platzte die Blase schließlich 1973/74. Es zeigen sich spannende Parallelen zu heute, Zeit für ein wenig Finanzmarktgeschichte:

Das Anlage-Umfeld in den späten 60ern und frühen 70igern war geprägt von einer steigenden Inflationserwartung und Zweifeln gegenüber Staatsanleihen aufgrund einer steigenden Staatsverschuldung in Folge des Vietnam-Krieges. Viele Anleger wandten sich somit Aktieninvestments zu und dabei vor allem den gewinnstarken Unternehmen mit sehr soliden Geschäftszahlen und einer bestimmten Marktdominanz. Die Facebook´s, Amazon´s, Netflix´, Microsoft´s, Apple´s und Google´s, auch als FANGMAGs bekannt, der damaligen Zeit sind unsere heutigen Values: Walt Disney, Mc Donald´s, Johnson & Johnson, IBM, um hier ein paar zu nennen.
Das Kathrein-Statement in voller Länge befindet sich im Bereich der Börsenkommentare.