Der EURO-Anleihenmarkt stieg im 1. Quartal 2012 um 3,73 %.
Anfang des Jahres begann die massive Liquiditätsspritze der EZB zu wirken und die Renditen italienischer und spanischer Geldmarkt- papiere deutlich zu fallen, da die zuletzt nur schwach nachgefragten Neuemissionen der PIIGS-Länder nun auf reges Interesse stießen. Die Rating Agentur Standard & Poor’s senkte am Freitag den 13.1. die Bonitätsstufe von 9 der 17 Euro-Staaten, Österreich und Frankreich verloren dabei die Bestnote AAA. Im Februar setzten sich die positiven Konjunkturdaten aus den USA fort. In Europa stieg die Hoffnung, dass sich Grie- chenland mit den privaten Gläubigern des Landes hinsichtlich eines freiwilligen Forderungsverzichts einigen können wird und die griechischen Regierungsparteien den von der Troika geforderten Re- formen zustimmen werden. Der Anstieg des IFO Geschäftsklimaindex in Deutschland unterstützte die Erwartung einer positiven Entwicklung für das Wirtschaftswachstum im 1. Quartal in Deutschland.
Negativer fielen die Konjunkturdaten hingegen in der Peripherie aus. Am 29. Februar schoss die EZB den europäischen Banken das zweite Mal in Form eines 36 Monatstenders massiv Liquidität zu. Dabei wurden 530 Mrd. Euro nachgefragt, die vor allem nach Spanien, Italien und Frankreich flossen. Anfang März stand die Unsicherheit über die Beteiligung der privaten Gläubiger Griechenlands am Schuldenschnitt im Mittelpunkt. Die Beteiligung von 85,8% führte dann aber zu einer deutlichen Erholung an den Märkten. In den USA setzte der Arbeitsmarkt seine tendenzielle Verbesserung fort, und auch die Frühindikatoren zeigten eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vormonat an. In Deutschland stieg der IFO Index auf ein acht Monats Höchst an und spiegelte damit die robuste Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft wider. In den USA rechneten die Markteilnehmer mit einer neuen Runde von Anleihekäufen seitens der US-Notenbank.
