Rückblick Kathrein-Fonds
Performance im Überblick
Der Konkurrenzvergleich für die Fonds in der Kategorie Asset Allokation Fonds zeigt ein sehr heterogenes Bild: Drei der sieben Fonds landeten im ersten Quartil. (dh unsere Fonds lagen unter den besten 25 %). Obwohl die Erträge der Mischfonds – mit zwei Ausnahmen – im 4. Quartal 2011 im Plus lagen, verlief das gesamte Jahr 2011 für einen Anleger enttäu- schend. Nur die Veranlagung in einem USD-Fonds erwirtschaftete einen positiven Ertrag. Je höher der Aktienanteil in einem Fonds, desto geringer fiel die Performance des jeweiligen Fonds für das Jahr 2011 aus. Der Kathrein Risk Optimizer - mit dem Konzept der Wertsicherung - schnitt deutlich besser ab als die Asset-Allocation Fonds Kathrein Mandatum 50 und Kathrein Mandatum 70. Der Kathrein Dynamic Asset Allocation Fonds (dynamisch 0-100 % Aktien) schnitt bedingt durch die häufig wechselnden Auf- und Abwärtsbewegungen an den Aktienmärkten schlechter ab.
Die Rentenfonds weisen mit einer einzigen Ausnahme (Kathrein Yield+) eine positive Performance auf und schnitten zum Teil im Rahmen der Ertragserwartungen bzw. deutlich über den Ertrags- erwartungen ab. So konnten sich Rentenfonds erneut als Stabilisator in einem Portfolio im Jahr 2011 bewähren, auch wenn die Rentenfonds von den Turbulenzen im letzten Quartal zum Teil erfasst wurden und in dieser Periode der Ertrag bei einem Teil der Rentenfonds negativ war. Beinahe alle Fonds konnten ihre Messlatte im 4. Quartal nicht erreichen. Im Konkurrenzvergleich schnitten alle Fonds mit der Ausnahme des Kathrein Yield+ und Kathrein Duration Flex Euro Government Bond deutlich besser als die Konkurrenz ab und landeten im ersten oder im zweiten Quartil.
Die Performance aller Aktienfonds war hingegen im 4. Quartal 2011 zwar positiv, wobei einer der drei Fonds etwas besser als die Konkurrenz abschnitt. Ähnlich wie bei den Asset Allokation Fonds war auch die Performance bei den Aktien nur für amerikanischen Fonds für das Jahr 2011 positiv.
Kathrein Yield+
Der Kathrein Yield+ investiert in variable oder fix verzinste Bankenanleihen. Diese notieren aus- schließlich in Euro und müssen eine gute Bonität aufweisen. Mit einem Teil des Kapitals wird – auf Basis quantitativer Modelle – in verschiedene Renten-, Aktien- und Währungsmärkte investiert. Durch das Setzen auf verschiedene Märkte und Marktbewegungen wird das Risiko reduziert. Der Erfolg des Konzeptes ist unabhängig von bestimmten Richtungen der Marktentwicklung. Durch den Einsatz eines quantitativen Modells ist das Ertragsziel bei zwei Prozentpunkten über dem zwölfmonatigen Interbanken-Zinssatz Euribor definiert.
Kathrein Yield+ hat im 4.Quartal 2011 2,55 % verloren und hat das Jahr 2011 mit -2,49 % benendet. Die Risikoaufschläge von Bankanleihen auf Staatsanleihen sind im Zuge der Staatsschuldenkrise wieder deutlich angestiegen (gemessen am JP Morgan Maggie Financial-Index von 327.10 auf 355.92). Der durchschnittliche Risikoaufschlag der Anleihen auf den 3-Monats- Interbankensatz Euribor liegt im Fonds bei 3,28 %. Die durchschnittliche Rendite des Fonds liegt derzeit bei 4,6 %. 27 % sind in nachrangige Anleihen investiert, bei welchen der Emittent das Recht auf vorzeitige Tilgung hat. Machen die Emittenten von diesem Recht Gebrauch (ziehen sie die so genannte "Call-Option"), erhöht sich die durchschnittliche Rendite des Fonds auf 5,4 %.
Kathrein Dynamic Asset Allocation Fund
Der bei Kathrein. seit vielen Jahren erfolgreich angewendete quantitative Investmentstil bestimmt die optimale Allokation. Statt Prognosen auf fundamentaler Basis über die zukünftige Entwicklung von Märkten zu treffen, setzt das Kathrein- Portfolio Management Team bei der taktischen Asset Allocation des "Kathrein Dynamic Asset Allocation" auf strikte Backtestbestimmungen. Ein "intelligenter", com- puterunterstützter Automatismus untersucht unterschiedliche Anlageklassen in verschiedenen Ländern und Sektoren auf Trends. Nur jene Märkte, die die stärkste Aufwärtstendenz zeigen, werden in die Allokation des Fonds aufgenommen und unter den Aspekten moderner Portfolio-Optimierung gewichtet. Mehr als 80 Märkte – Aktien nach Region und Sektoren, Anleihen, Immobilien und Roh- stoffen – werden täglich untersucht. Entdeckt das Modell das Entstehen einer ausgeprägten Trend- phase in einem Markt oder Sektor, erfolgt zumindest einmal monatlich eine Anpassung an das optimale Portfolio. Im umgekehrten Fall, bei Anzeichen eines Abwärtstrends, fällt die entsprechende Position aus der Allokation und wird bis zur nächsten Anpassung im Geldmarkt veranlagt.
Der Kathrein Dynamic Asset Allocation Fund hat im 4. Quartal 1,48 % verloren. Der Fonds hat im Laufe des Jahres die Aktienkomponente zur Gänze abgebaut und im 4. Quartal wieder auf 25% aufgebaut.
Kathrein Risk Optimizer
Gegenüber klassischen Asset Allocation Fonds hat der Kathrein Risk Optimizer durch eine tägliche, an die Fondsperformance angepasste, dynamische Gewichtung der Aktien-/Geld- marktquote (Bandbreite: 0 – 80 % Aktien bzw. 0 - 20 % Renten und Devisen) die Möglichkeit, sowohl von steigenden Aktienmärkten zu profi- tieren, als auch bei fallenden Märkten eine Begrenzung des Verlustes pro Kalenderjahr (Floor: 92,5 % des Fonds-Jahreshöchstwertes) zu erreichen. Weiters wurde, beginnend mit dem Jahr 2007, eine flexiblere Anpassung der Investitionsquote in Aktien durch einen variablen Multiplikator ermöglicht.
Der Fonds fiel im 4. Quartal um -0.05 % bei einer durchschnittlichen Aktien-Investitionsquote von
2.25 %. Der variable Multiplikator signalisierte eine Aktien-Untergewichtung und resultierte in einen temporären Ausstieg aus den Aktien. 0 % trugen die Portable Alpha Modelle und 0.17 % die Aktienfutures bei.
2.25 %. Der variable Multiplikator signalisierte eine Aktien-Untergewichtung und resultierte in einen temporären Ausstieg aus den Aktien. 0 % trugen die Portable Alpha Modelle und 0.17 % die Aktienfutures bei.
Kathrein Max Return
Der von Kathrein gemanagte Kathrein Max Return kombiniert eine geldmarktnahe Kassaveranlagung mit einem quantitativen CTA ("Commodity Trading Advisors")-Ansatz. Der Fonds investiert weltweit in Zins-, Aktien- und Währungsfutures. Dabei kommen bis zu 60 verschiedene Indikatoren zum Einsatz.
Auf eine Streuung über Laufzeiten und Länder wurde bei der Fondskonzeption großes Augenmerk gelegt. Es werden ausschließlich liquide Märkte abgedeckt. Die meisten der eingesetzten Modelle haben sich bereits hervorragend bei bestehenden Fonds (Kathrein Yield +, Kathrein Euro Bond, Kathrein Corporate Bond) von Kathrein bewährt. Damit werden die bestehenden Trendfolgemodelle erweitert und mit einem aktienmarktähnlichen Risiko umgesetzt.
Die Durchführung des Konzeptes erfolgt im Rahmen eines österreichischen Investmentfonds mit täglich veröffentlichten Rechenwerten. Der Fonds ist eine gute Diversifikation zu den traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen und entspricht mit einem durchschnittlichen Gesamtrisiko von 15 % eher einem Aktienrisiko.
Im 4. Quartal sorgten mehrere Trendbrüche für eine schlechte Performance der meisten Trendfolgekonzepte. Im Hedgefondsbereich erlitten CTA- und Global Macro Funds empfindliche Verluste. Im 4. Quartal verlor der Kathrein Max Return rund 13% % und im Gesamtjahr 21,8% .

