Kathrein-Währungsmodell
Das kurzfristige Kathrein-EUR/USD-Modell basiert auf einer Kombination aus Trendfolgeindikatoren und der erwarteten Entwicklung der kurzfristigen Zinsen.
Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung des EURO gegenüber dem US-Dollar sowie den jeweiligen Status des Modells für das 1. Quartal 2012. In den Phasen mit positivem Investitionsgrad hat das Modell einen Kauf des EURO empfohlen, während in Phasen mit negativem Investitionsgrad das Modell einen USD-Kauf anzeigt.
Im ersten Quartal pendelte der US Dollar im Bereich 1,27 bis 1,34, in diesem Zeitraum konnte der Euro 2,97% gegenüber dem US Dollar aufwerten. Das Kathrein-Modell zeigte seit Jahresbeginn bis Ende Jänner ein USD Kauf Signal an. In der zweiten Februar Woche drehte das Modell auf Verkauf USD und Kauf EUR. Beide Signale wurden mit 50 % umgesetzt, Gewinne und Verluste hielten sich im 1. Quartal die Waage. Durch das 50 % Short Signal auf den US Dollar wird das Währungsrisiko der US-Aktien in den Kathrein Asset Allocation Fonds zu 62.5 % abgesichert.
Langfristiges USD-Modell
Die "Purchasing Power Parity" oder Kaufkraftparität geht davon aus, dass gleiche Güter in ver- schiedenen Währungen den gleichen Preis haben müssen, da es ansonsten bei freiem Waren- verkehr zu einem Ausgleich über reale Handelsströme kommt. Identische Warenkörbe vorausgesetzt, würden sich also unterschiedliche Inflationsraten letztendlich auf die Währungsrelation der Länder übertragen. Ein Land, dessen Inflation über einen beliebigen Zeitraum zum Beispiel um 10 % höher ist, müsste seine Währung um 10 % abwerten, damit die identischen Warenkörbe wieder gleiche Kaufkraft repräsentieren. Nun ist die Realität nicht so idealtypisch wie die Annahmen der Kaufkraft- parität, doch geben extreme Abweichungen zum theoretischen Kurs gute Signale auf Sicht von zwei bis drei Jahren.
Aktuell liegt der theoretische Kurs bei rund 1,33 USD für 1 EURO mit einer Standardabweichung von 10 Cent. Aussagekräftiger ist der Wert von zwei Standardabweichungen, also aktuell 1,54 USD. Historisch gesehen wurde dieser Wert nicht länger als ein bis zwei Jahre überschritten. Lediglich 1985 am Ende der amerikanischen Hochzinsphase dauerte es drei Jahre, bis sich der USD wieder in Richtung Parität hin ab- schwächte – dafür dann aber um so heftiger von 0,6 auf 1,2 in nur drei Jahren.

