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Kathrein-Währungsmodell
Das kurzfristige Kathrein-EUR/USD-Modell basiert auf einer Kombination aus Trendfolgeindikatoren und der erwarteten Entwicklung der kurzfristigen Zinsen.
Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung des EURO gegenüber dem US-Dollar sowie den jeweiligen Status des Modells für das 4. Quartal 2011. In den Phasen mit positivem Investitionsgrad hat das Modell einen Kauf des EURO empfohlen, während in Phasen mit negativem Investitionsgrad das Modell einen USD-Kauf anzeigt.
Im 4. Quartal wertete der EURO gegenüber US-Dollar 3,2 % ab und ist von 1,3388 auf 1,2959 USD gefallen. Mit dem für Aktienerträge positiven Monat Otober hat sich der Euro gegenüber dem US Dollar zunächst deutlich erholt. Das Kathrein-Modell war zunächst falsch positioniert und leistete einen negativen Performancebeitrag, der positive Euro Trend im Oktober führte zu einem Long Signal gegenüber Euro. In den nächsten beiden Monaten, November und Dezember, wertete der Euro gegenüber USD wieder ab. Gegen Jahresende zeigt das Kathrein Währungsmodel wieder eine 50% Long Position für den US Dollar an. Das Währungsrisiko der US-Aktien ist in den Kathrein Asset Allocation Fonds zu 25 % abgesichert.
Langfristiges USD-Modell
Die "Purchasing Power Parity" oder Kaufkraftparität geht davon aus, dass gleiche Güter in ver- schiedenen Währungen den gleichen Preis haben müssen, da es ansonsten bei freiem Waren- verkehr zu einem Ausgleich über reale Handelsströme kommt. Identische Warenkörbe vorausgesetzt, würden sich also unterschiedliche Inflationsraten letztendlich auf die Währungsrelation der Länder übertragen. Ein Land, dessen Inflation über einen beliebigen Zeitraum zum Beispiel um 10 % höher ist, müsste seine Währung um 10 % abwerten, damit die identischen Warenkörbe wieder gleiche Kaufkraft repräsentieren. Nun ist die Realität nicht so idealtypisch wie die Annahmen der Kaufkraft- parität, doch geben extreme Abweichungen zum theoretischen Kurs gute Signale auf Sicht von zwei bis drei Jahren.
Aktuell liegt der theoretische Kurs bei rund 1,34 USD für 1 EURO mit einer Standardabweichung von 10 Cent. Aussagekräftiger ist der Wert von zwei Standardabweichungen, also aktuell 1,54 USD. Historisch gesehen wurde dieser Wert nicht länger als ein bis zwei Jahre überschritten. Lediglich 1985 am Ende der amerikanischen Hochzinsphase dauerte es drei Jahre, bis sich der USD wieder in Richtung Parität hin absch- wächte – dafür dann aber um so heftiger von 0,6 auf 1,2 in nur drei Jahren.


