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Kathrein-Währungsmodell

Das kurzfristige Kathrein-EUR/USD-Modell basiert auf einer Kombination aus Trendfolgeindikatoren und der erwarteten Entwicklung der kurzfristigen Zinsen.


Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung des EURO gegenüber dem US-Dollar sowie den jeweiligen Status des Modells für das 1. Quartal 2013. In den Phasen mit positivem Investitionsgrad hat das Modell einen Kauf des EURO empfohlen, während in Phasen mit negativem Investitionsgrad das Modell einen USD-Kauf anzeigt.


Im ersten Quartal ist der Euro gegen US Dollar von 1,32 auf 1,28 gefallen. Das Kathrein-Modell zeigte innerhalb dieser Periode zunächst ein Kaufsignal auf Euro gegen US Dollar an. Das Signal wurde mit 50 % umgesetzt. Der Euro erreichte Anfang Februar seinen Höchststand und zeigt seit dem einen klar fallenden Trend, welcher Anfang März zu einem Verkaufssignal auf EUR gegen US Dollar führte. Das Währungsrisiko von US Aktien ist in den Asset Allocation Fonds zu 25 % abgesichert.


Langfristiges USD-Modell

Die "Purchasing Power Parity" oder Kaufkraftparität geht davon aus, dass gleiche Güter in verschiedenen Währungen den gleichen Preis haben müssen, da es ansonsten bei freiem Warenverkehr zu einem Ausgleich über reale Handelsströme kommt. Identische Warenkörbe vorausgesetzt, würden sich also unterschiedliche Inflationsraten letztendlich auf die Währungsrelation der Länder übertragen. Ein Land, dessen Inflation über einen beliebigen Zeitraum zum Beispiel um 10 % höher ist, müsste seine Währung um 10 % abwerten, damit die identischen Warenkörbe wieder gleiche Kaufkraft repräsentieren. Nun ist die Realität nicht so idealtypisch wie die Annahmen der Kaufkraftparität, doch geben extreme Abweichungen zum theoretischen Kurs gute Signale auf Sicht von zwei bis drei Jahren.


Aktuell liegt der theoretische Kurs bei 1,35 USD für 1 EURO mit einer Standardabweichung von 10 Cent. Aussagekräftiger ist der Wert von zwei Standardabweichungen, also aktuell 1,55 USD. Historisch gesehen wurde dieser Wert nicht länger als ein bis zwei Jahre überschritten. Lediglich 1985 am Ende der amerikanischen Hochzinsphase dauerte es drei Jahre, bis sich der USD wieder in Richtung Parität hin abschwächte – dafür dann aber um so heftiger von 0,6 auf 1,2 in nur drei Jahren.