Der EURO-Anleihenmarkt stieg im 1. Quartal 2013 um 0,37 %.
Anleihenmärkte (4. Quartal 2012)
Die Renditen deutscher und US-Staatsanleihen sind zu Beginn des Jahres deutlich gestiegen. Die Umschiffung der Fiskalklippe in den USA, die Entspannung an den europäischen Refinanzierungsmärkten und starke Aktienmärkte ließen die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen schwinden. Verstärkte Nachfrage sah man hingegen bei Emissionen Italiens, Spaniens und Irlands. Gegen Ende des Monats enttäuschten die GDP Zahlen in den USA. Erwartet wurde ein Wachstum von 1,1%, tatsächlich schrumpfte die Wirtschaft aber um 0,1%. Damit bekamen die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft 2013 einen ersten Dämpfer. In Deutschland enttäuschte das Wachstum im 4. Quartal mit einem Rückgang um 0,6%, womit sich für das Jahr 2012 nur ein bescheidener Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,7% errechnet. Für die Europäische Währungsunion wird von Eurostat ebenfalls ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,6% ausgewiesen.
Die Absicht der USA und der EU, die größte Freihandelszone der Welt zu gründen, bewegte die Märkte nicht. Erheblich fielen hingegen die Reaktionen auf die Wahlen in Italien aus. Das negative Abschneiden des Ministerpräsidenten Monti und das Erstarken der Protestbewegung von Beppo Grillo sowie der Aufstieg des Wahlbündnisses um Silvio Berlusconi ließen die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Das Ergebnis wurde als klare Absage an den Sparkurs der Regierung Monti interpretiert, wobei der Umstand, dass keine Partei eine Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments erzielen konnte, das Land in die Unregierbarkeit führte. Damit, so wurde befürchtet, werden notwendige Reformen verhindert werden und die Stabilität der gesamten Euro-Zone gefährdet. Anfang des Monats März war die Aktivität im produzierenden Gewerbe in der Euro Zone abermals zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit erreichte hingegen im Jänner mit 11,9% ein Rekordniveau. Die Hoffnung, dass im 1. Quartal die Wirtschaft in Europa wieder wachsen würde, muss wohl weiter in die Zukunft verschoben werden. Die zweite März Hälfte wurde dominiert vom Ringen um eine Finanzhilfe für Zypern. Bei der Finanzhilfe ging es um vergleichsweise kleine Beträge, doch war der Konkurs der Laiki Bank und die Einbeziehung der nicht versicherten Einlagen ein Novum in der EU.
Zwar wurde von Seiten der Troika und der EU immer betont, dass Zypern mit seinem aufgeblähten Banksektor und seinen niedrigen Unternehmenssteuern ein Spezialfall war, der besondere Maßnahmen erforderte, aber die Märkte reagierten trotzdem sehr nervös.
