Aktienselektionsmodelle Rückblick 1. Quartal 2013
Im ersten Quartal 2013 waren die Momentum-Modelle (Ned Davis Technical Scores) sehr erfolgreich. Aber auch das Analysten Sentiment-Modell von Starmine brachte leichte positive aktive Beiträge.
Das "Earnings Quality"– Ranking für die US–Titelauswahl (ebenfalls von Starmine) konnte im 1. Quartal hingegen keine aktiven Beiträge beisteuern.
Die fundamentalen Rankings die in Europa eingesetzt werden, konnten im 1. Quartal ebenfalls keine aktiven Beiträge liefern. Besonders schwach war die Selektion nach dem Kurs-Buchwert-Verhältnis. Aber auch das Ranking nach dem KGV-Gewinnwachstum-Verhältnis war relativ schwach. Aufgrund der dynamischen Gewichtung hatten diese Modelle kaum Einfluß auf die relative Performance des Fonds.
Strategie auf 3 Säulen
Die quantitativen Aktienmodelle von Kathrein bauen auf drei Säulen auf:
Zunächst werden aufgrund von fundamentalen Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-, Kurs-Buchwert-, KGV-Gewinnwachstum-Verhältnis, aus hunderten Aktien die billigsten Papiere herausgefiltert. In einem weiteren Schritt wird das Momentum, also der Anstieg der Kurse, analysiert – ein Service das vom US-Analystenhaus Ned Davis Research zugekauft wird. Die dritte Komponente, die Gewinnschätzungen sowie die "Qualität" der Gewinne (aktuell nur für US-Aktien) der weltweit besten Analysten, kommt vom US-Analysehaus Starmine.
Die so ermittelten Faktoren geben Auskunft über die relative Attraktivität einzelner Aktiengesell- schaften. Die Komponenten werden in den USA gleich gewichtet, während für die europäischen Portfolios eine dynamische Gewichtung der Inputs erfolgt. Mithilfe einer Optimierungs- software werden dann in regelmäßigen Abständen "optimale" (ertrags-/risikoadjustierte) Portfolios zusammen- gestellt. Der Beitrag der einzelnen Modelle wird laufend überwacht. Sollten einzelne Modelle zu stark von den Backtestergebnissen abweichen, werden diese adaptiert bzw. durch neue Modelle ersetzt.